Prof. Dr. Robert Gugutzer
Reinhild Hoffmann
Prof. Isabel Mundry
Dr. Johannes Odenthal
Moderation: Prof. Dr. Gerald Siegmund
Pia Bucher (Kinesiologie)
Prof. Nadia Kevan (Alexandertechnik)
Ron Murdock (Alexandertechnik)
Angelika Odenthal (Feldenkrais)
Thomas Lange (Resonanzlehre)
Katja Wyder (Doron–Methode)
Moderation: Sabine Lippold
Stress ist ein alltäglich gegenwärtiges Phänomen modernen Lebens. Es wird zunehmend auch in Bezug zu künstlerischer Ausbildung und Praxis hinsichtlich seiner positiven und negativen Auswirkungen untersucht. Als energetische Quelle bietet Stress Ansporn für eine Leistungsfähigkeit, die uns über Grenzen gehen lässt. Bei Dauerbelastung führt er jedoch zu Auslaugung, die Wohlbefinden, Gesundheit und Handlungsfähigkeit nachhaltig beeinträchtigt. Die aktuelle Stressforschung thematisiert neben der Analyse berufsspezifischer Belastungssituationen, körperliche, emotionale und mentale Zugänge zur Prävention individuellen Stressverhaltens. Hierbei erhalten Körperbewusstseinsmethoden, die u.a. auf eine ausgewogene Balance im Wechsel von Aktivität und Passivität und ergonomisch effizientes Handelns zielen, einen immer größeren Stellenwert...
Sabine Lippold im Gespräch mit praktizierenden Vertretern von Körperbewusstseinsmethoden, die in ihrem Wirken diese Kenntnisse mit Erfahrungen der künstlerischen Praxis verbunden haben.
Dr. Victor Candia (ETH Zürich)
Elke Dommisch (Hochschule für Musik und Tanz Köln/Wuppertal)
Prof. Kristin Guttenberg (Kurt–Singer–Institut Berlin)
Prof. Dr. med. Claudia Spahn (Institut für Musikermedizin Freiburg)
Prof. Nadia Kevan (Folkwang Hochschule Essen)
Moderation: Melanie Suchy
_ Was passiert an anderen Hochschulen und Instituten?
_ Wie wird dort versucht Forschung, Kunst und Lehre zu verbinden?
_ Welche Strukturen wurden entwickelt?
_ Gibt es bereits Erfahrungswerte?
Einer der Schwerpunkte der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a.M. ist Kulturelle Bildung. In der CRESPO FOUNDATION hat die HfMDK einen sehr engagierten Partner gefunden mit dem verschiedene Projekte im Bereich Kulturelle und Ästhetische Bildung initiiert und in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen durchgeführt werden. In TRIALOG 1+2 werden zwei dieser Projekte vorgestellt. Aus ihrer jeweiligen Perspektive werden die Beteiligten über Konzepte, Arbeitsweisen, Erfahrungen und über Aspekte der Evaluation berichten.
Karin Heyl (Crespo Foundation),
Sylvia Scheidl (MAztp, Tanzpädagogin),
Prof. Dr. Kristin Westphal
Neue Ansätze für eine Zusammenarbeit der Künste und Bildung werden derzeit vielfach in interdisziplinär angelegten Projekten erprobt, in denen professionelle Theater–, Tanz– und PerformancemacherInnen in Kooperation mit Schulen und Kindergärten gebracht werden, um auf diese Weise ästhetische Lernfelder (wieder) neu auszuloten. Sie eröffnen Möglichkeiten einer ästhetischen Praxis, die nicht allein davon ausgeht, dass Kinder und Jugendliche rein kognitiv in die Unterscheidung von Symbolen, Zeichen und kulturellen Traditionen eingeführt werden, sondern darüber hinausgehend zur Fähigkeit der Unterscheidung mittels eigener Erfahrungen durch Körperwahrnehmung, Tanzen und Bewegen selbst gelangen. Von den Modellen im ästhetischen Feld erhofft man sich, dass sie auf Schule, Kindergarten und Bildung insgesamt zurückwirken. Sie werfen die umstrittene und noch zu untersuchende Frage auf, wie sich diese Erfahrungen im Kontext institutioneller Strukturen zwischen Konvention und Neuaufbruch sowie der Tradition einer ästhetischen Bildung gegenüber den Intentionen einer Kunstvermittlung brechen.
Vorgestellt werden soll im Rahmen eines Gespräches das Pilotprojekt KITATANZ aus drei verschiedenen Perspektiven. Die Initiatorin Karin Heyl, Crespo Foundation, die tanzpädagogische Leitung des Projektes, Sylvia Scheidl, Masterstudiengang Zeitgenössische Tanzpädagogik MA ZTP an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a.M. und Prof. Dr. Kristin Westphal, die die wissenschaftliche Begleitung verantwortet, werden grundlegende Fragen erörtern, wie in einer Kindertagesstätte in Frankfurt&fraslM. Tanz als ästhetische Erfahrung grundlegend Eingang in Kindertagesstätten finden kann. Sie zeigen den Prozess von über zwei Jahren von der Idee bis zur Durchführung auf, der zunächst die ErzieherInnen einer Kindertagesstätte mit Tanz und Bewegung in Kontakt zu bringen suchte bis hin zur Aufführung der Kinder. Im Mittelpunkt stehen Problemstellungen der Vermittlung und was für ein Gelingen ästhetischen Lernens und Bildens durch Tanz und Bewegung für alle Beteiligten notwendig ist.
Ein Gespräch zwischen Wiebke Droege, Karin Heyl (Crespo Foundation) und Peter Loewy.
Weitere Informationen zum Thema finden sie in einem Text von Wiebke Droege in den MATERIALIEN Bevor Form entsteht — Entsichern und Begleiten als Verwebungsprozess von dynamischen Wissensfeldern Fotos von Knetfiguren, die im Rahmen des Projektes STEUERMANNSKUNST von den Schülern geformt und selbst fotografiert wurden, sind in der Ausstellung KÖRPERBILDER zu sehen.
Die Crespo Foundation möchte dazu beitragen, dass junge Menschen ihr Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten auf– und ausbauen, dass sie sich aktiv in die Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbringen und ihre Kreativität entwickeln. Sie möchte Menschen stark machen. Gezielt fördert sie junge Menschen, junge Künstler, Kinder und alle, die trotz nachteiliger Startbedingungen Herausforderungen mutig annehmen, oder Menschen, die sich für Benachteiligte engagieren.
Besonderen Wert legt die Stiftung in ihren Projekten zur Förderung von Bildung und Kunst auf die Persönlichkeitsentwicklung, indem sie ästhetische Erfahrung in Ausbildungs– und Sozialprojekte einbezieht und junge Künstler an Bildungsaufgaben heranführt. Bildung ist heute mehr als jemals zuvor Vorraussetzung für beruflichen Erfolg, für gesellschaftliche Teilhabe und für ein selbst bestimmtes Leben. Es zählt nicht nur die gute berufliche Ausbildung, sondern es zählen vor allem auch die Entschlossenheit eigene Fähigkeiten zu entwickeln und Talente auszubauen, Mut Neues zu wagen und die Kraft Rückschläge zu überwinden; wichtig sind auch die Neugier und das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten. Die Crespo Foundation möchte mit ihren Bildungsprojekten für Kinder und Benachteiligte sowie für Künstler diese Fähigkeiten bei jungen Menschen stärken.
Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main ist ein wichtiger Partner der Stiftung. Gemeinsam führen sie das Projekt „Primacanta — Jedem Kind seine Stimme“ durch, das die Hochschule inhaltlich verantwortet. Außerdem fördert die Stiftung die Semesterproduktionen der Studenten des Masterstudiengangs „Choreographie und Performance“ im Rahmen von Crespo CuP und setzt in Kooperation mit dem Tanzplan Bildungs– und Sozialprojekte unter Einbeziehung von Studenten um. Kooperationspartner für das Projekt „kitatanz“ zur Entwicklung eines Schwerpunktes Tanz in einer städtischen Kindertagesstätte, ist der Masterstudiengang „Zeitgenössische Tanzpädagogik“. Weitere Informationen unter: www.crespo–foundation.de
Vorstand: Ulrike Crespo, Dr. Axel May Geschäftsführung: Karin Heyl